Schwedenbitter anwenden nach Maria Treben
Schwedenbitter Anwendungen nach Maria Treben
Schwedenbitter anwenden nach Maria Treben
In Zeiten wie diesen, in denen unser Wohlbefinden besonders wichtig ist, sollten wir besonders auf unseren Körper achten. Neben einer ausgewogenen Ernährung und einem aktiven Lebensstil suchen viele Menschen nach natürlichen Ansätzen, um sich rundum wohlzufühlen.
Schwedenbitter nach Maria Treben – ob mit oder ohne Alkohol – kann als traditionelle Kräutermischung eine interessante Ergänzung zu einem bewussten Lebensstil sein.
In diesem Beitrag geben wir Ihnen einen umfassenden Überblick über die Eigenschaften des Schwedenbitters und zeigen Ihnen, wie Sie ihn in Ihren Alltag integrieren können, um Ihr allgemeines Wohlbefinden zu unterstützen.
Was ist Schwedenbitter?
Schwedenbitter ist ein traditioneller Kräuterlikör, der durch Maria Treben (1907–1991) zu internationaler Bekanntheit gelangte. In ihren Büchern berichtet sie, dass das Rezept des Schwedenbitters in den Unterlagen des schwedischen Arztes Dr. Samst gefunden wurde. Dr. Samst wurde 104 Jahre alt und verstarb tragischerweise bei einem Reitunfall. Auch seine Eltern sollen ein hohes Alter erreicht haben, wobei Maria Treben betonte, dass der Kräuterbitter in ihrer Familie eine Rolle spielte.
Der eigentliche Ursprung des Schwedenbitters wird oft dem Schweden Urban Hjärne zugeschrieben, der im 17. Jahrhundert geheime Rezepturen entwickelte. Auch Paracelsus, ein bekannter Arzt des 16. Jahrhunderts, soll eine ähnliche Kräutermischung hergestellt haben.
Schwedenbitter hat eine lange Tradition und wird seit Jahrhunderten für seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten geschätzt.
Welche Kräuter sind im Schwedenbitter enthalten?
Schwedenbitter enthält eine Vielzahl von Kräutern, die traditionell für ihre besonderen Eigenschaften geschätzt werden. Es gibt verschiedene Rezeptvarianten, darunter den „großen“ und den „kleinen“ Schwedenbitter. Auch leicht abgewandelte Rezepturen sind erhältlich, wobei jede Mischung für unterschiedliche Vorlieben entwickelt wurde. Wichtig ist, dass die Qualität der verwendeten Kräuter für die Zusammensetzung eine wichtige Rolle spielt.
In Österreich mussten bereits zu Lebzeiten von Maria Treben Änderungen an der Rezeptur vorgenommen werden, um den lebensmittelrechtlichen Vorschriften zu entsprechen. So wurden Sennesblätter, die in einigen Rezepturen verwendet wurden, aus frei verkäuflichen Mischungen entfernt. Eine alkoholfreie Variante des Schwedenbitters, entwickelt von Herrn Diwald in Österreich, verwendet eine geringe Menge natürlichen Sorbits (Fruchtzucker). Zudem wurde die Menge des Naturkampfers angepasst und in der alkoholfreien Variante vollständig weggelassen.
Traditionelle Rezeptur des „kleinen“ Schwedenbitters nach Maria Treben
- 10 g Aloe oder Enzianwurzel, alternativ Wermutpulver
- 5 g Myrrhe
- 0,2 g Safran
- 10 g Sennesblätter
- 10 g Kampfer (Naturkampfer)
- 10 g Zitwerwurzel
- 10 g Manna
- 10 g Theriak venezian (eine Kräutermischung)
- 5 g Eberwurzel
- 10 g Angelikawurzel
Aufgrund aktueller lebensmittelrechtlicher Bestimmungen dürfen einige der in dieser traditionellen Rezeptur enthaltenen Inhaltsstoffe, wie Sennesblätter und Kampfer, in frei verkäuflichen Mischungen nicht mehr verwendet werden.
Die Vielseitigkeit von Schwedenbitter
Maria Treben widmete in ihrem Buch „Gesundheit aus der Apotheke Gottes“ dem Schwedenbitter 12 Seiten und beschreibt darin viele verschiedene Anwendungsmöglichkeiten. Schwedenbitter wird in ihren Rezepten häufig in Kombination mit verschiedenen Kräutertees empfohlen. Sie bietet damit ausführliche Informationen zur traditionellen Nutzung der Kräuter und des Schwedenbitters.
Maria Treben war fest von den Vorteilen des Schwedenbitters überzeugt und brachte dies in ihrem Werk zum Ausdruck. Zu Lebzeiten wurde sie von der Presse häufig kritisiert und teilweise als „Kräuterhexe“ verunglimpft. Es sollte jedoch beachtet werden, dass sie über ein tiefes Wissen in der Kräuterkunde verfügte.
Hochwertige Kräuter zu finden und zu sammeln, stellt in der heutigen Zeit eine besondere Herausforderung dar.
An dieser Stelle daher der Hinweis: Die Verwendung von Schwedenbitter, unabhängig von der genauen Rezeptur, ersetzt keinen Arztbesuch. Bei gesundheitlichen Problemen sollte stets ein Arzt konsultiert werden!
Die Anwendungsmöglichkeiten von Schwedenbitter
Innerliche Anwendung
Maria Treben empfahl zur täglichen Ergänzung morgens und abends je einen Esslöffel (max. 2x 20 ml täglich) verdünnt in einem Glas Wasser oder Tee (keine Milch) einzunehmen. Je nach Vorliebe kann der Bitter 15 Minuten vor oder sowohl vor als auch nach den Mahlzeiten getrunken werden.
Der Original Schwedenbitter kann auch nach einem reichhaltigen Essen oder bei allgemeinem Unwohlsein verdünnt oder pur eingenommen werden. Wenn er in Tee verwendet wird, sollte dieser nicht zu heiß sein.
Die enthaltenen Bitterstoffe unterstützen ein ausgewogenes Wohlbefinden.
Die Temperatur der Flüssigkeit kann das Geschmackserlebnis beeinflussen:
- Kalte Flüssigkeiten werden von einigen Menschen als erfrischend empfunden.
- Lauwarme Flüssigkeiten gelten als angenehm, wenn man sich wohler fühlen möchte.
- Warme, aber nicht zu heiße Flüssigkeiten können in Zeiten von Unwohlsein bevorzugt werden.
Es ist bei allen gesundheitlichen Beschwerden wichtig, trotzdem einen Arzt zu konsultieren!
Schwedenbitter-Umschläge zur äußerlichen Anwendung
Schwedenbitter wird traditionell oft für Umschläge verwendet. Da hierzu häufig Fragen entstehen, beschreiben wir die Anwendung im Detail.
Vorbereitung der Haut Vor dem Anlegen eines Umschlags sollte die betroffene Hautstelle zunächst mit einer großzügigen Menge Ringelblumen-Balsam oder einer anderen hochwertigen, fetthaltigen Salbe eingerieben werden.
Warum ein Balsam verwenden? Der Balsam hilft, die Haut geschmeidig zu halten und kann so vor dem Austrocknen bewahren. Besonders beliebt ist der Ringelblumen-Balsam aufgrund seiner pflegenden Eigenschaften. Alternativ kann auch eine andere hochwertige, pflegende Salbe verwendet werden.
Anlegen des Umschlags Nach der Vorbereitung der Haut wird ein Wattestück oder Vliestuch, abhängig von der Größe der betroffenen Stelle, mit Schwedenbitter getränkt. Dieses Tuch wird dann direkt auf die mit Balsam behandelte Haut gelegt. Um Flecken auf Kleidung, Bettwäsche oder Möbeln zu vermeiden und die Feuchtigkeit zu bewahren, sollte der Umschlag mit Haushaltsfolie oder Wachspapier (um Plastik zu vermeiden) abgedeckt werden. Ein zusätzliches Handtuch oder ein Verband darüber hält den Umschlag warm.
Dauer der Anwendung Die Einwirkzeit des Umschlags hängt vom persönlichen Empfinden ab. Der Umschlag sollte so lange auf der Haut bleiben, wie es angenehm ist. Es wird jedoch empfohlen, den Umschlag nicht über Nacht zu tragen, da längerer Hautkontakt – insbesondere bei alkoholhaltigem Schwedenbitter – zu Hautirritationen führen könnte. Bei der Verwendung von alkoholfreiem Schwedenbitter kann, je nach persönlicher Vorliebe, auf den Balsam verzichtet werden. Die Dauer des Umschlags bleibt jedoch gleich: so lange, wie es sich angenehm anfühlt.
Weitere Details und eine bebilderte Anleitung zur Anwendung von Schwedenbitter-Umschlägen finden Sie in einem separaten Blogbeitrag.
Weitere Anwendungsgebiete
Schwedenbitter wird traditionell für die äußerliche Anwendung verwendet. Manche Menschen nutzen es, um bestimmte Hautstellen wie Warzen, Hühneraugen, Narben, Altersflecken oder Hautirritationen zu betupfen.
Regelmäßigkeit und Geduld sind bei der Nutzung wichtig, da viele Menschen über längere Zeiträume hinweg Anwendungen bevorzugen. In der heutigen hektischen Zeit wird dies jedoch oft vernachlässigt, was sich auf die persönliche Erfahrung mit der Anwendung auswirken kann.
Wir hoffen, Ihnen hiermit einen kleinen Einblick in die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten des Schwedenbitters gegeben zu haben. Bei Fragen nutzen Sie gerne die Kommentarfunktion dieses Artikels oder kontaktieren Sie uns per Mail oder telefonisch.